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Content Strategie selbst gemacht

07 Aug 2017
·
von Sabrina Blazek

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Sie ist in aller Munde und doch weiß noch kaum jemand, was Content Strategie genau bedeutet. Vor allem: Ist Content Strategie überhaupt etwas für mich, für mein Unternehmen? Woraus eine Content Strategie besteht, wie man selbst eine solche aufsetzen kann und welche Ziele damit verfolgt werden, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Wozu Content Strategie?

Das schier unendliche Angebot in nahezu allen Bereichen macht eine Alleinstellung rein über Aspekte des angebotenen Produkts oder der Dienstleistung immer schwieriger. Auch die Kommunikation derselben durch praktisch schon omnipräsente Werbemittel führt immer seltener zum Erfolg – zu überladen sind Konsumenten mit Werbebotschaften, zu stark das Bedürfnis, diese weitestgehend auszublenden. Wie erreicht man heute, wo die klassische „Marktschreierei“ ausgedient hat, noch potenzielle Kunden? Die Antwort lautet: indem man „aufhört zu schreien“ und beginnt, zuzuhören. Dann erfährt man nämlich etwas darüber, was Kunden oder Gäste tatsächlich benötigen und kann diese Bedürfnisse befriedigen.

"Content Strategie bedeutet: Aufhören zu schreien und anfangen, zuzuhören. https://bit.ly/2xu0R1Y"

Beispiele für eine „selbst gemachte“ Content Strategie

Soweit, so gut. Die Hintergründe scheinen einleuchtend, das Ziel ist klar. Doch ist das nicht furchtbar teuer, so eine Content Strategie? Nein, muss es jedenfalls nicht sein. Beispiel gefällig? Gerne.

Nehmen wir ein Restaurant in der Wiener Innenstadt als Beispiel. Es bietet bodenständige, österreichische Küche. Wie viele andere liegt es zentral, doch in einer kleinen Seitengasse versteckt, wodurch die Laufkundschaft zu wünschen übrig lässt.

Der Restaurantleiter hat alles versucht: Er hat den Lehrling zum Flyer verteilen geschickt, ist persönlich an Hotelrezeptionen vorstellig geworden und hat sich dazu hinreißen lassen, in Werbung auf Facebook zu investieren – hat kurz gesagt all das getan, was seine Mitbewerber ebenso tun.

Dann hat er von Content Strategie gehört und begonnen, sich in das Thema einzulesen. Er beschießt, es einfach einmal zu versuchen und einen Rezeptblog zu starten, denn häufig haben Gäste schon nach der Spezialzutat für seine ungeheuer knusprige Schnitzelparnier gefragt. Und siehe da – wenig später darf er bereits den ersten Gast begrüßen, der auf der Suche nach einem Schnitzel-Rezept auf die Restaurant-Website gestoßen und zwar beim Erstversuch kläglich an der Zubereitung gescheitert war, aber nun gerne kosten möchte, wie es „richtig“ schmeckt.

Der Restaurantleiter ist motiviert, weiterzumachen. Er durchforstet sein Gästebuch und stößt auf mehrere Einträge, die eine Wiederkehr versprachen – die jedoch nie stattgefunden hat. Um seine Gäste in Zukunft an einen neuerlichen Besuch erinnern zu können, startet er eine Instagram Challenge – unter allen Instagram Fans gewinnt jener Teilnehmer, der das beste Foto aus dem Restaurant postet, eine Feier für sich und zehn seiner Freunde. Er erzielt damit nicht nur eine Steigerung der Fanzahl, sondern erhöht gleichzeitig das Engagement in dem sozialen Medium, wodurch er mit zukünftigen Posts mehr Reichweite erzielt und so einen größeren Personenkreis an sein Lokal erinnern kann.

Diese Beispiele sollen zeigen, dass angewandte Content Strategie keinen übermäßigen Aufwand bedeuten muss – viele Grundlagen sind im Unternehmen bereits vorhanden. Diese gilt es, geschickt einzusetzen, um einerseits neue Kunden anzusprechen und andererseits Kunden zu Stammkunden bzw. Gäste zu Stammgästen zu machen (siehe auch „Kundenbindung durch Content Strategie“).

Elemente einer Content Strategie

Wie geht man das nun an, eine Content Strategie? Wie so oft reicht die Palette hier von – bis. Von einer einfachen, in house aufgesetzten Kommunikationsstrategie zu einem umfassenden Content Strategie Konzept kommt es ganz auf die angestrebten Ziele und natürlich auch die vorhandenen, zeitlichen und finanziellen Möglichkeiten an, welche Lösung zielführend ist.

Einige Grundlagen empfehlen sich jedoch unabhängig vom geplanten Projektumfang. Jede Content Strategie sollte zumindest aus folgenden Aspekten bestehen:

  • Analyse
  • Strategie
  • Umsetzung
  • Monitoring

In der Analysephase können kurze Checks der eigenen Websitestatistiken ausreichend oder tiefgreifende Nutzeranalysen, Keyword-Recherchen und Content Audits notwendig sein. Auch Nachforschungen sowohl bei Mitbewerbern als auch bei branchenfremden Unternehmen empfehlen sich in diesem, vorbereitenden Schritt.

Nachdem alle benötigten Informationen eingeholt wurden, geht es an die strategische Planung. Neben einer Botschaftsarchitektur wird festgelegt, mit welcher „Stimme“ kommuniziert werden soll (definierte Eigenschaften der Stimme könnten zum Beispiel „freundschaftlich“, „ruhig“ oder „enthusiastisch“ sein).

Sobald die Strategie definiert wurde, ist es Zeit, zur Umsetzung zu schreiten. Hier gilt es, die passenden Kanäle auszuwählen, um die gewünschten Zielgruppen zu erreichen und diese mit interessanten Inhalten zu bespielen. Ein Redaktionsplan sorgt dafür, dass dabei stets die festgelegte Strategie verfolgt wird.

Nach erfolgter Umsetzung können die ersten Früchte der Arbeit geerntet werden: Newsletter-Anmeldungen trudeln herein, die Facebook Fanzahl wächst, Direktbuchungen werden vorgenommen. Um all dies bewerten und daraus Nutzen ziehen zu können, empfiehlt sich der Einsatz von Monitoring Tools. Der Kreis schließt sich – die Ergebnisse werden analysiert, die Strategie gegebenenfalls angepasst und die Umsetzung adaptiert, woraufhin sich die Ergebnisse im Monitoring weiterhin in die gewünschte Richtung verbessern.

Content Strategie in der Praxis

Moment mal… hat hier jemand in house gesagt? Ja, es ist möglich, eine Content Strategie „selbst“ aufzusetzen. Voraussetzung ist hierfür, dass sich jemand dafür verantwortlich zeigt – sich „den Rucksack umschnallt“. Der Vorteil hierbei ist, dass die Kommunikation in Abhängigkeit von den Gepflogenheiten innerhalb des Unternehmens sehr direkt verlaufen kann und der Content Stratege bestens über die Leistungen Bescheid weiß, da er ja selbst Teil des Unternehmens ist.

Was derjenige jedoch benötigt, ist Zeit – oftmals kommt Content Strategie leider noch als zusätzliches Arbeitspaket, ohne entsprechend freigespielt zu werden. Hier gilt es, darauf zu achten, ausreichend Ressourcen bereitzustellen. Dasselbe gilt für die finanziellen Mittel – sehen Sie die Investition in Ihre Content Strategie als Investition in Ihre Marke, Ihr Image, Ihre Zukunft.

Auch persönliche Voraussetzungen sollten nicht unbeachtet bleiben – ein Content Stratege ist im Optimalfall gut vernetzt, hat zumindest grundlegendes technisches Verständnis und Interesse und trägt die Überzeugung, dass er durch seine Arbeit zum Erfolg des Unternehmens beitragen wird.

Abhängig von den bereitgestellten Ressourcen sowie den Kenntnissen, Interessen und Talenten des Content Strategen kann eine Vielzahl an Aufgaben im Rahmen der Content Strategie direkt im Betrieb durchgeführt werden, wie zum Beispiel:

  • Content Audit
  • Keyword-Recherche
  • Usability Tests
  • Analyse der Websitestatistiken
  • Wettbewerbsrecherche
  • Nutzerforschung
  • Strategiefestsetzung
  • Umsetzung in Form von Content Marketing (Social Media Beiträgen, Blogs, Newslettern u.v.m.)
  • Monitoring

Oftmals kann es aber zielführend sein, eine oder mehrere Aufgaben auszulagern – um beispielsweise einen externen Blickwinkel einfließen zu lassen oder Expertenwissen hinzuzuziehen.

Wir von Check On bieten die oben genannten und noch viele weitere Leistungen an – sei es, dass Sie diese von uns durchführen lassen oder von uns lernen wollen, sie selbst vorzunehmen. Kontaktieren Sie uns gleich jetzt unverbindlich!

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