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Influencer Marketing – Tipps für erfolgreiche Kampagnen

18 Dez 2017
·
von Sabrina Blazek
Influencer Selektion - Schachfiguren

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Richtig eingesetzt kann Influencer Marketing tolle Ergebnisse erzielen. Gerade in letzter Zeit haben sich aber einige (darunter äußerst namhafte) Unternehmen mit Kooperationen blamiert. Zwar ist schlechte Publicity auch Publicity, doch beabsichtigt man ja meist, dass die gewählten Beeinflusser das eigene Produkt bzw. die Marke professionell, das heißt vor allem auch in einem sinnvollen Zusammenhang, präsentieren. Wie eine Influencer Kampagne für beide Seiten erfolgreich gestaltet werden kann, lesen Sie hier!

Was ist Influencer Marketing?

Meinungsbildner, Beeinflusser oder eben Influencer werden inzwischen von vielen Unternehmen im Online Marketing eingesetzt. Holte man sich früher beispielsweise berühmte Sportler oder Schauspieler als Testimonials für die eigene Marke, setzt man heute häufig auf die „neuen“ Stars – Blogger, Vlogger und Instagrammer mit vorzugsweise enormen Follower-Zahlen. Sie zeigen auf Ihren Blogs oder Social Media Accounts ihren Fans die beworbenen Produkte und erzielen damit eine große Reichweite und optimalerweise auch Interaktionsrate.

Wie finde ich Influencer für meine Kampagne?

Stars und Sternchen gibt es am Influencer-Himmel wie Sand am Meer. Viele werden aber ebenso schnell, wie sie angeschwemmt wurden, wieder fortgespült und mit ihnen der Einfluss, den sie kurzfristig auf ihr Publikum ausgeübt haben. Doch wo und wie finde ich nun den richtigen Beeinflusser für meine Marke?

Influencer ähneln im Optimalfall in ihren Interessen, ihren Gewohnheiten und – natürlich – ihrer Mediennutzung dem eigenen Zielpublikum. Halten Sie also dort nach passenden Influencern Ausschau, wo Sie auch Ihre Zielgruppe vermuten!

Auch die Recherche zu relevanten Themen, zum Beispiel in Form von Hashtags, ist eine praktikable Möglichkeit, um Personen zu finden, die bereits Inhalte dazu produziert haben. Hat man gleich mehrere, potenzielle Kandidaten im Auge, gilt: Wichtiger als hohe Fanzahlen (die man bekanntlich auch käuflich erwerben kann) sind gute Interaktionsraten, die zeigen, dass die Inhalte von den Fans auch tatsächlich konsumiert werden.

Die Wahl des richtigen Influencers – drum prüfe, wer sich (ewig) bindet

Hat man nun einen Influencer für die Begleitung einer Marketing Kampagne oder auch für eine längerfristige Kooperation im Auge, empfiehlt sich ein (nach Möglichkeit persönliches) Kennenlernen. Immerhin soll der- oder diejenige im weiteren Sinne für das Unternehmen arbeiten, da gelten ähnliche Regeln wie bei der Suche nach neuen Mitarbeitern und ein Gespräch über die gegenseitigen Erwartungen und Vorstellungen ist daher jedenfalls angebracht.

Eine Prüfung auf Herz und Nieren ist dringend angezeigt, vergessen Sie dabei aber nicht, dass im Optimalfall am Ende eine vertrauensvolle Zusammenarbeit in angenehmem Arbeitsklima entstehen soll. Auch haben nicht alle Influencer nur monetäre Ziele im Auge, sondern erwarten sich darüber hinaus einen Mehrwert (z.B. Insider-Informationen). Geben und nehmen lautet also die Devise und während ein gewisses Grundvertrauen an den Tag gelegt werden sollte, darf das Gegenüber und dessen Arbeitsweise durchaus auch hinterfragt werden – von beiden Seiten.

Denn es gilt natürlich, einige Fakten herauszufinden. Von Unternehmensseite gilt es, zu klären: Wer sind die Follower des Influencers und wie hat er oder sie sich diese aufgebaut? Welche Marken hat er oder sie bereits vertreten und wie? Nicht nur im Gespräch, sondern im Bestfall schon davor können hierzu online Recherchen angestellt werden. Gute Zeichen sind längerfristige Kooperationen, qualitätsvolle Posts (gute Fotoqualität, passende Texte und ein sinnvoller Kontext) sowie eine durchgängige Linie. Jemand, der in einem Moment Werbung für vegane Smoothies macht und im nächsten Augenblick nur noch mit Pelzmützen zu sehen ist, genießt vermutlich wenig Glaubwürdigkeit in der Community.

"Drum prüfe, wer sich (ewig) bindet - So wählen Sie den passenden #Influencer!"

Die Zusammenarbeit mit Influencern optimal gestalten

Ist man sich mit dem auserwählten Influencer einig geworden, kann die Detailplanung beginnen. Gemeinsam sollte festgelegt werden:

  • Welche Produkte zu bewerben sind
  • Wie diese inszeniert werden sollen
  • Wann,
  • Wie oft und
  • Wo gepostet werden soll

Diese Informationen sollen Hilfestellungen für den Influencer sein, ohne dabei seine Kreativität einschränken zu wollen. Grobe Richtlinien sind daher meistens hilfreicher als exakte Vorgaben – ein guter Meinungsbildner weiß, wie er sich bzw. das von ihm beworbene Produkt im gegebenen Rahmen am besten und authentisch in Szene setzt.
Im Laufe einer Kampagne sollte ein regelmäßiger Austausch stattfinden, sodass man sich über den Erfolg und Fortlauf im Klaren ist und rechtzeitig eingreifen kann, sollte es ungewollte Wendungen oder Vorkommnisse geben. Das Monitoring der bespielten Kanäle ist dabei ebenso wichtig wie der persönliche Kontakt, um potenziellen Problemen möglichst frühzeitig zu begegnen.

Kennzeichnungspflicht – Influencer Marketing als Werbung deklarieren

Bedenken Sie auch die rechtlichen Aspekte, insbesondere zum Thema Schleichwerbung. Influencer Marketing ist eine Art von Werbung und muss demnach auch als solche gekennzeichnet werden. Das 2017 in Deutschland gefällte „Rossmann-Urteil“ besagte gar, dass eine Kennzeichnung mittels des Hashtags #ad an zweiter Stelle keine ausreichende Kennzeichnung darstellt. Professionelle Influencer wissen das natürlich und stellen beispielsweise den Hashtag #Werbung jedem Werbetext voran – das Thema zu besprechen und die Einhaltung nachzuprüfen schadet aber bestimmt nicht. Vorsicht ist hier sicher besser als Nachsicht!

Influencer Marketing als Teil des Marketing Mix

Zu guter Letzt: Influencer Marketing ist nicht alles – ein Beeinflusser alleine ist selten eine zielführende Marketingstrategie. Bauen Sie sich eine vielschichtige Herangehensweise an Ihre Zielgruppe auf und stimmen Sie Kampagnen mit Ihrer Gesamtstrategie ab. Und: Lassen Sie Ihren Influencer nicht alleine. Holen Sie das Beste aus der Zusammenarbeit heraus und unterstützen Sie ihn oder sie nach Kräften mit Likes, Shares und Kommentaren!

Haben Sie einen Wunsch an das Christkind? Worüber würden Sie gerne in unserem nächsten Artikel, der Mitte Jänner erscheint, lesen? Oder gibt es noch Fragen zum Thema Influencer Marketing? Hinterlassen Sie uns gerne unten einen Kommentar. Dank unserem Newsletter (Anmeldung siehe Fußzeile) erfahren Sie es als Erstes, wenn ein neuer Artikel erscheint! Frohe Weihnachten!

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